• Silke Stupperich

Giuseppe Cortese, Barbaresco, Piemont.


Eine Woche bei der Winzerfamilie Cortese und unsere Autos waren randvoll mit Wein. Und wir auch. Und zum guten Schluss wollten die Zöllner noch ein Fass aufmachen...

Direkt in Barbaresco liegt eines unserer Lieblingsweingüter des Piemont, das von Giuseppe Cortese. Gegründet wurde es 1971. Damals erkannte der überaus talentierte Jungwinzer Giuseppe Cortese das Potential des kleinen Weinguts seiner Eltern. Denn tatsächlich lag dieses direkt neben der historischen und berühmten Einzellage Rabajà mit teilweise sehr alten Rebstöcken, die Weintrauben von bester Güte und Qualität hervorbrachten. Gemeinsam mit seinem Vater Giacomo kreierte Giuseppe den allerersten Cortese-Wein und legte damit den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte.

Giuseppe Cortese

Heute führen das Weingut die Tochter Tiziana, der Sohn Pier Carlo und der Schweigersohn Gabriele. Sie produzieren erstklassige Weine von grosser Intensität und extremer Eleganz, die das Terroir authentisch wiedergeben. Ihre Palette umfasst

  • BARBARESCO RABAJÀ

  • BARBARESCO RISERVA RABAJÀ

  • BARBERA D'ALBA MORASSINA

  • BARBERA D'ALBA

  • DOLCETTO D'ALBA

  • LANGHE CHARDONNAY SCAPULIN

  • LANGHE CHARDONNAY

  • LANGHE NEBBIOLO

Die Riserva entstehen übrigens nur aus einer Auslese eines kleinen Teils des Rabajà und werden nur in den besten Jahrgängen produziert. Ein Wein mit beachtlicher Struktur, Eleganz und großem Entfaltungspotential. Produziert wird deshalb immer nur eine kleine Menge, vom 2004er z.B. gab etwa 6000 Flaschen.

4 Flaschen des letzen Riserva-Jahrgangs gehören übrigens uns. Wir werden die kleinen Scheisserchen im Sommer abholen :-) als ich das Bild gemacht habe, waren sie leider noch nicht im Verkauf.

4 Flaschen dieses Riserva-Jahrgangs gehören uns.

Die Familie ist sehr verbunden mit der kulturellen Identität und bauen ihre Weine sehr traditionell aus: überwiegend in grossen, meistens gebrauchten slowenischen Eichenholzfässern, relativ lange Maischestandzeiten mit sehr langen Ausbauzeiten.

Zum Glück benutzen sie z.B. für den Nebbiolo auch Barrique, denn als wir im Sommer 2016 eine Woche in dem wunderschönen Bed & Breakfast verbrachten, wurden gerade die kleinen Fässer ausgetauscht. Und deshalb steht nun eins dieser ausrangierten Fässer, welches immer noch den himmlischen Nebbiolo-Duft verbreitet, in unserem Weinkeller. Weil das Fass allerdings neben den ganzen Weinkisten nicht mehr ins Auto passte, bin ich kurzerhand nochmal an einem Tag von Bern hin nach Barbaresco und wieder zurück. Die Zöllner an der Grenze verstanden nicht warum ich ein leeres Wein-Fass im Auto transportiere: «Wir müssen das Fass öffnen», sagten sie und ich ganz panisch: «Neiiin! Dann ist es kaputt!!». Nach 15 Minuten Auf-die-Herren-Einreden, liessen sie mich endlich passieren und «Mein Fass» steht jetzt ganz und ungeöffnet im Keller.

Die Familie Cortese betreibt neben ihrem Privathaus ein kleines Bed & Breakfast mit drei Zimmern. Wir belegten im Sommer 2016 alle drei Zimmer für eine Woche. Es war herrlich! Der traumhafte Pool, die atemberaubende Aussicht und die herzlichen und liebenswerten Gastgeber machten unsere Urlaubstage zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ich kann es wirklich nur empfehlen: www.cortesegiuseppe.it/bb

Folgende Weine sind unsere liebsten von Cortese:

#GiuseppeCortese #Barbaresco #Piemont #Nebbilo

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